Wir 28 und 23 + Nachwuchs Dezember 07 ( 1.Kind ) haben mal ein paar Fragen bezüglich Selbstständigkeit in Kanada. Wir spielen schon länger mit dem Gedanken nach Kanada auszuwandern. ( Nicht weil hier in Deutschland alles so Sch.... ist, nein überwiegend wegen dem Land,Leute. ) Wir sind seit über einen Jahr Selbstständig im Telefonverkauf und es läuft gut. Jetzt spielen wir mit dem Gedanken nach Kanada zu gehen und diesen Beruf von dort aus, weiter auszuführen. Unsere Kunden sitzen in Deutschland,Schweiz,Österreich und Südtirol/Italien. Also wir brauchen nur einen Telefonanschluss + Internet ( Flatrate fürs Telefon ). Da wir aber denken das es nicht so gut ankommt wenn wir die Rechnungen aus Kanada versenden bzw. ein Konto in Kanada angeben ( Für die Kunden ) sind wir davon überzeugt das die Kunden auf dieses Konto nicht einzahlen werden, deshalb hatten wir gedacht man könnte doch die Rechnungen nach einen bekannten,vewandten in Deutschland schicken und er schickt diese Rechnung ab. Also der Absender ist dann Deutschland,man könnte ja das Deutsche Konto auch bestehen lassen. Was müsste dann auf den Briefkopf drauf Hauptfiale in Kanada + Deutschland? Und wie sieht das überhaupt aus mit den Steuern ( Deutschland + Kanada ) Geht das überhaupt so wie wir uns das vorstellen? Und auch mit dem Einwandern? Wir würden ja Geld von Deutschland beziehen ( Von Konto Deutschland -auf Konto Kanada )
Maxim ist mal wieder zu grosszuegig, wenn es um die moegliche Einwanderung als Unternehmer geht.
Ich denke, dass Ihr nur als skilled Worker einwandern koennt. Als Geschaeftseinwanderer muesst Ihr nicht nur $300.000 Vermoegen nachweisen, sondern vor allem, dass Ihr in Deutschland schon waehrend der letzten 5 Jahre vor der Auswanderung mindestens 2 Jahre Geschaeftsfuehrungserfahrung habt. Hier zaehlen aber nur Unternehmen, die ganzjaehrig mindestens 2 Vollzeitbeschaeftigte (1.950 Std/Jahr = 1 VZ, oder die entsprechende Anzahl TZ-Beschaeftigte) beschaeftigen und mindestens $250.000 Bruttoumsatz erzielen. (siehe http://www.ci.gc.ca/english/business/bi-...ml#entrepreneur)
In Kanada muss man dann weitere Auflagen erfuellen, u.a. mindestens einen neuen VZ-Arbeitsplatz zu schaffen oder einen bestehenden VZ-Arbeitsplatz zu sichern (Familienmitglieder zaehlen hier nicht). Solange Ihr hier in Kanada Arbeitsplaetze schafft, duerfte es m.E. der kanadischen Regierung egal sein, in welchen Laendern Ihr taetig seid.
Was die Steuern anbelangt, muesstet Ihr Euch mit einem Steuerberater in Verbindung setzen, wenn Ihr dann schliesslich Euer Visum erhalten habt. Fuer die private Einkommenssteuererklaerung gibt es zwar ein Doppelbesteuerungsabkommen (eigentlich muesste es heissen Abkommen zum Ausschluss einer moeglichen Doppelbesteuerung von Einkommen), wie das aber fuer Unternehmenseinkommen ist, weiss ich auch nicht. Aber - wie Maxim schon sagte, das hat noch Zeit. Zuerst mal das Einwanderungsvisum bekommen. Und danach duerft Ihr Euch auch Selbstaendig machen oder ein Unternehmen gruenden, selbst wenn Ihr als skilled worker eingewandert seid.
Zitat von ichmk Wir sind seit über einen Jahr Selbstständig im Telefonverkauf und es läuft gut. Jetzt spielen wir mit dem Gedanken nach Kanada zu gehen und diesen Beruf von dort aus, weiter auszuführen. Unsere Kunden sitzen in Deutschland,Schweiz,Österreich und Südtirol/Italien. Also wir brauchen nur einen Telefonanschluss + Internet ( Flatrate fürs Telefon ).
Gratulation zum Nachwuchs! Aber euer Plan klingt undurchdacht..
Ihr koenntet vielleicht einen Kanadier finden, der fuer euch eine Strohmannfirma gruendet oder euch als Geschaeftsbereich fuer schmales Geld integriert in sein vorhandenes Business. Oder euch in eurer eigenen Firma einstellt aufgrund der Sprachkenntnisse - ein Rentner hier hat meist wenig Geld und macht vielleicht mit. Das waere mein kreativer Ansatz, der auch nicht viel kostet. Ihr koennt auch auf Visitorvisum hier mindestens 6 Monate im Jahr arbeiten, wenn ihr alles in Deutschland versteuert. Technisch ist das kein Thema, ihr habt nur keinerlei besonderen Rechte (Krankenversicherung) hier und kriegt noch nichtmals eine lokale Kreditkarte. Eine deutsche GKV ist hier wertlos, vielleicht habt ihr aber eine generoese PKV, ich vermute aber eher nicht, dass es sowas gibt. Die Rechnungen wuerde ich schoen ueber Deutschland abwickeln, das Bankensystem hier ist doch etwas komplizierter bei Ueberweisungen und die unterschiedlichen Waehrungen habt ihr auch nicht so recht beruecksichtigt. Es gibt hier meines Wissens keine Euro-Accounts, wie etwa bei einigen Offshore-Banken.
Oder ihr wartet zwei Jahre auf eure Skilled worker PR Visa, wenn ihr die Punkte zusammenkriegt, man kann auch kurz vor Abschluss des Verfahrens hierhin ziehen, hab ich auch gemacht.
Ihr kennt aber schon das Phaenomen Zeitverschiebung? Ich wollte nicht 2:00h Nachts aufstehen, um meine Kunden 8:00h MEZ zu erreichen. Und da red ich von Ontario/Quebec, nicht Alberta oder B.C., wo ihr wahrscheinlich wegen der Landschaft hin wollt?!?
Eine Flatrate fuer Ueberseetelefonate duerfte zudem sehr teuer sein, hier ist man noch nicht ganz so weit wie in DE. Diese Dinge sind meist alle deutlich teurer, wenn auch nicht unerschwinglich. Das Internet ist noch zu rauschig zum professionellen Telefonieren.