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#16 RE: I'm so sick of being positive von Yukonpaul 18.09.2011 14:13

Zitat
Kann mir mal jemand mit eigenen Worten erklären, was ein
"echter Kanadier"
ist!
Also nicht mit Copy & Past.


...hm, "Copy & Past" jetzt mal scherzhaft (für einen Moment) selber auch weglassen, mich würde ernsthaft deine persönliche Meinung interessieren, was/wen du als einen "echten Kanadier" bezeichnen würdest, oder welchen du als einen solchen (nach deinen zahlreichen Aufenthalten in Kanada), einstufen könntest?!
Bin gespannt auf deine Antwort!

Gruß Yukonpaul

#17 RE: I'm so sick of being positive von lakota 18.09.2011 17:24

Paul

Für mich selber gibt es keine "echten Kanadier", weil es auch keine unechten Kanadier
für mich gibt, sondern

einfach "Kanadier".

Es gibt für mich auch keine echten Deutsche, Holländer, Ungarn oder Burkiner.

Ein Kanadier ist für mich, wenn jemand einen kanadischen Pass hat und / oder
schon eine Weile dort lebt und arbeitet. Wechseln Menschen plötzlich ihre
Staatsangehörigkeit, sind sie doch immer noch dieselben Menschen wie zuvor.

....

Ich weiß garnicht, was ich eigentlich bin, das ist auch egal.

Ich mache mir eigentlich keine großen Gedanken, ob meine Freunde und Verwandte
echte Kanadier sind, sie sind einfach Kanadier für mich oder auch nicht.

Ich weiß aber, dass

"Heimat das ist, wo die Rechnungen ankommen..."

Heute hörte ich unterwegs im Deutschlandfunk Istja Itho / [url]Bergit Howell http://www.freitag.de/alltag/1126-ich-fi...-neu-anzufangen[/url]sagen (sie nennt sich u. a. Istja Itho, weil ihr Name auf
Englisch sich wie "Vogelscheiße" anhört):

"Daheim ist der Koffer bzw. mein Koffer"

"It is a high price, freedom".

Da ich den Thread gestartet habe, darf ich auch meine Vorgaben / Regeln außen
vor lassen, aber es gab auch ohne Verlinkung recht verständliche und nachvollziehbare
Antworten.

Wenn ich "ein echter Kanadier" höre, hat das so ein Gschmäckle, als ob dieser
"echte Kanadier" etwas Besseres wäre als die anderen. Bei mir reicht Kanadier
vollkommen aus. Wenn jemand mehr über eine Person und ihren Hintergrund / Lebenslauf wissen möchte, kann er ja danach fragen.


http://www.youtube.com/watch?v=xYKbTG3MdQI

#18 RE: I'm so sick of being positive von cookie 18.09.2011 19:39

avatar

Hm, geht es nur mir so?... Habe das Gefühl, daß hier ständig Äpfel und Birnen durcheinander geworfen werden.

Das eine ist doch wo fühle ich mich zuhause/wo ist meine Heimat und ein ganz anderes Paar Schuhe ist doch wo bin ich "echt"/akzeptiert bzw. wo ewig nur "neigschmeckt" (um bei den Schwaben zu bleiben)

#19 RE: I'm so sick of being positive von lakota 18.09.2011 19:51

Zitat von cookie


Das eine ist doch wo fühle ich mich zuhause/wo ist meine Heimat und ein ganz anderes Paar Schuhe ist doch wo bin ich "echt"/akzeptiert bzw. wo ewig nur "neigschmeckt" (um bei den Schwaben zu bleiben)



So krass sehe ich es schon lange nicht mehr bei den Schwaben, das sind nicht mehr
so viele, die so eine Denkweise haben.

Wenn manche Menschen andere Menschen irgendwo nicht akzeptieren, das gibt und gabe es doch überall schon in irgendeiner Form.

Ich kann nur für mich sprechen.

#20 RE: I'm so sick of being positive von cookie 18.09.2011 20:00

avatar

Zitat von lakota
Kann mir mal jemand mit eigenen Worten erklären, was ein

"echter Kanadier"


ist!



Dann ist die Ausgangsfrage m.E. aber mißverständlich formuliert. Die Frage wäre dann doch eher: wer fühlt sich als "echte/r Kanadier/in" und warum

#21 RE: I'm so sick of being positive von lakota 18.09.2011 20:11

Wenn ich mich recht erinnere, hat User Maxim
in einem anderen Thread von "echten Kanadiern" geschrieben und
deshalb habe ich die Frage gestellt. Die anderen, die geantwortet haben,
habe sie wohl richtig verstanden.

On the road again!

#22 RE: I'm so sick of being positive von Trudy1 18.09.2011 20:26

Mein Vater meinte, dass nicht der Pass, sondenr die Erziehung (wie man groß geworden ist) bestimmt, welche Nationalität man hat.
Meine Erfahrung in Kanada ist, dass die Kanadier sehr genaue Abstufungen machen bei jenen die den kanadischen Pass haben. Die Kriterien sind: in CA geboren, in CA aufgewachsen, Eltern Kanadier, etc. Hat man da nicht üebrall volle Punktzahl, dann wird man auch nciht als "echter" Kanadier angesehen, da kann man dazugehören und das Land lieben, wie man will.
Aber "who cares"? Hauptsache man fühlt sich wohl dort wo man ist.
Und anderswo ist es auch nicht anders. Ein Deutscher, dem man ansieht, dass seine Eltern keine Deutschen sind, wird auch nicht unbedingt zu 100% als Deutscher anerkannt.

#23 RE: I'm so sick of being positive von lakota 18.09.2011 22:33

Zitat von Trudy1

Meine Erfahrung in Kanada ist, dass die Kanadier sehr genaue Abstufungen machen bei jenen die den kanadischen Pass haben. Die Kriterien sind: in CA geboren, in CA aufgewachsen, Eltern Kanadier, etc. Hat man da nicht üebrall volle Punktzahl, dann wird man auch nciht als "echter" Kanadier angesehen, da kann man dazugehören und das Land lieben, wie man will.



Da hast du wohl mehr Erfahrungen bisher gemacht mit den Abstufungen als ich.

Mir fällt im Moment niemand "der Kanadier" ein, die sich mir gegenüber nur
Ansatzweise so geäußert haben. Mit einigen bin ich sehr vertraut.

Vielleicht kann es Maxim am besten erklären, was ein "echter Kanadier" ist.

Zitat Maxim:

Zitat

die kommentare zu dem artikel sind auch sehr lesenswert - wilde meinungen der "echten kanadier".



f10t12642-alberta-gastarbeiterland-ab-nach-hause.html

#24 RE: I'm so sick of being positive von Yukonpaul 18.09.2011 23:15

...dann war der Sinn dieses Threads nicht wirklich herauszufinden "was" einen "echten Kanadier" ausmacht, sondern lediglich darum, was/wie Maxim mit seiner Äußerung im betreffenden Thread gemeint hat?!

Einfache Weg = PN an Maxim = Frage an ihn stellen = Antwort erhoffen ))

Gruß
Paul

#25 RE: I'm so sick of being positive von Trudy1 19.09.2011 04:47

@Lakota, nun man muss unterscheiden zwischen guten Beziehungen, eng sein, etc. und als Kanadier anerkannt zu werden. Und man sollte auch nie vergessen, dass Kanadier höflich sind und wenig direkt sagen. Vielleicht waren wir ja doch sehr eng mit Kanadiern, denn ab und zu kamen dann ihre persönliche Meinunegn über Einwanderer hoch und das lies doch oft tief blicken, auch wenn es jeweils nicht gegen uns ging, wir waren ja die "erwünschten" Einwanderer.

#26 RE: I'm so sick of being positive von lakota 19.09.2011 09:55

Zitat von Trudy1
@Lakota, nun man muss unterscheiden zwischen guten Beziehungen, eng sein, etc. und als Kanadier anerkannt zu werden. Und man sollte auch nie vergessen, dass Kanadier höflich sind und wenig direkt sagen.





Vielleicht waren wir ja doch sehr eng mit Kanadiern, denn ab und zu kamen dann ihre persönliche Meinunegn über Einwanderer hoch und das lies doch oft tief blicken, auch wenn es jeweils nicht gegen uns ging, wir waren ja die "erwünschten" Einwanderer.



Trudy1,

Zum ersten Teil des Satzes:

Da gibt es eine Gemeinsamkeit -> auch ich habe sehr enge Freundschaften und
die sagen mir wirklich ihre persönliche Meinung und manchmal sehe ich es ganz#
anders.


Es gibt immer mal wieder eine Äußerung über
Erfahrungen z.B. am Arbeitsplatz, als Nachbarn oder in der Familie. Es wurde
aber nie gesagt, dass das keine "echten Kanadier" sind (....bei den für mich
ungewöhnlichen Geschenken, die ich von einem Kanadier erhielt, sagte mir
dann eine enge Freundin scherzend: sowas kann nur ein Kanadier schenken) und

zum zweiten Teil des Satzes:

Erst recht nicht im Zusammenhang, weil sie woanders geboren wurden oder
andere Hautfarbe, Religion, Sitten, Hintergrund, Arbeitsweise etc. haben oder noch nicht so viele Jahre in Kanada leben und arbeiten oder was es auch für Gründe
geben könten "deshalb frage ich ja danach" (das haben wir
doch alle in irgendeiner Form und das ist gut so), dass die einen mehr erwünscht wären als die anderen. Also so in die Richtung: Ihr seid / wart Deutsche und jetzt
Kanadier, toll, die haben wir lieber hier als die ****** aus Lummerland!

Ich kann mir gut vorstellen, dass es doch irgendwo in Kanada gesagt wurde genauso
wie in anderen Ländern.

Es wurde hier über Ostfriesen und Schwaben auch Anmerkungen gemacht.
Ich selber mag den schwäbischen und badischen Dialekt nicht, aber ich spreche
auch nicht agsssendfrey. Manche Eigenarten und Sitten aus meiner Umgebung oder von
anderswo gehen mir sowas auf die Nerven und ich pflege sie nicht wie andere.
Ich ecke bestimmt mit meinem Verhalten auch mal in Kanada und anderswo an.

Selbst in jahrelangen Zweierbeziehungen ist man höflich und sagt einem nicht
immer direkt alles täglich, außer es ist mehr als wichtig für die Beziehung.



Vielleicht gibt es Ähnlichkeiten bei Schwaben, Badener, Saarländer auch innerhalb Kanadas, was aber nichts mit "echten Kanadiern" wohl im Zusammenhang scheint, wenigstens kann ich das nicht so einordnen oder fehlt mir da die Hintergrund Info.

Es gibt z.B. jemanden aus meinem engsten Freundeskreis, die immer wieder
kritische Bemerkungen zu Quebecern macht. Der größte Teil ihrer Freundinnen
kommt aber aus Quebec und wohnt in B.C. und sie nehmen es gelassen und
sie sagt es offen zu ihr. Die engen Freundschaften haben darunter nie gelitten.
Es gab schon manches sehr offene Gespräch darüber und es steckt auch eine andere Lebenserfahrung dahinter, die ich natürlich immer bis ins Detail erklärt bekomme (ich könnte zehn Bücher darüber schreiben, wenn ich die Zeit und Lust hätte),
ganz offen.

Genauso diskutiere ich mit ihr über die First Nations und andere, ist
für mich ähnlich, wie über die Bayern, Sachsen, Berlinet zu diskutieren.
Noch "nie" wurde in diesem Zusammenhang etwas von echten Kanadiern
und unechten erwähnt. Genau diese Freundin liebt Neufundländer über alles und
hat persönliche Gründe dafür. Auch darüber gibt es Diskussionen und auch mal
Scherze und ich als Hobby-Scriptwriter hatte sogar eine originelle Idee für diese
Neufundlandliebe und kritische Distanz zu Quebecern speziell bei ihr und
bei einem Jam bzw. Willkommensparty für mich habe ich diese Story
den vielen Quebecdamen erzählt und sie lachten sich schlapp darüber und Frau
B.C. auch.



Paul:

Wieso gehört diese Frage und die Antworten in PN?

Wenn die Bemerkung groß und breit im Forum geschrieben und veröffentlicht wurde und sich m. M. nach keiner daran gestört oder sich darüber Gedanken gemacht hat, außer mir, muss / kann das auch ein geläufiger Begriff sein. Warum sollte ich im PN Maxim fragen?

Es gab rege Antworten und ich bedanke mich bei allen.

#27 RE: I'm so sick of being positive von Trudy1 20.09.2011 07:26

@ Lakota, ich lese aus deinem Bericht, dass Du annimmst, dass Kanadier jeden auch als Kanadier ansehen, der z.B. einen solchen Pass hat. Es freut mich, wenn Du durchgängig gute Erfahrungen gemacht hast. Ich habe anderes beobachtet und berichtet bekommen.

#28 RE: I'm so sick of being positive von lakota 20.09.2011 10:13

Zitat von Trudy1
@ Lakota, ich lese aus deinem Bericht, dass Du annimmst, dass Kanadier jeden auch als Kanadier ansehen, der z.B. einen solchen Pass hat.




Trudy1

Die Kanadier, die Deutschen, die *****, ja das sind Menschen, die eine (oder mehrere) Nationalität(en) haben. Die Kanadier, Deutsche sind so oder "benehmen sich so oder tun das", das ist Verallgemeinerung. Ich bin auf jeden Fall anders als Du, Trudy1. Ok, du hast mind. zwei
Staatsangehörigkeiten. Hätte ich auch haben können, trotzdem sind wir beide anders, auch
wenn wir beide zufällig die deutsche Nationalität haben. Das könnte man endlos weiterspinnen.
Vielleicht sehe ich auch die Menschen anders und verstehe sie anders als Du.



Zitat
Ich kann mir gut vorstellen, dass es doch irgendwo in Kanada gesagt wurde genauso
wie in anderen Ländern.



Wenn irgerndwo sich ein Kanadier äußert, wie kann ich (das auf die Schnelle) herausfinden, dass das der Kommentar eines "echten Kanadiers" war!

Das kann ich auch nicht bei einem Deutschen oder sonst wem.

Siehe die vorigen Beiträge der anderen User.

OT

Letztes Jahr sagte mir ein Kanadier, dass er nie warmes Bier trinken könnte, wie es die
Deutschen tun. Ich war erstaunt darüber. Ein Kanadier hätte es ihm gesagt, der in Deutschland
war und er hätte es auch nochmals von jemanden gehört.

Es gibt bestimmt Deutsche, die tatsächlich ihr Bier warm trinken.

#29 RE: I'm so sick of being positive von lakota 20.09.2011 10:22

Zitat von take care
Ich weiss nicht wer ein "echter" Kanadier ist.
Kanadier ist für mich ein Mensch der kanadiach lebt und fühlt, durchaus mal mit diesem friedlichen, angenehmen Schuss Patriotismus.

Ich weiss ja noch nichtmal was ein "echter" Deutscher ist.



take care

Ich weiß auch nicht, was ein echter Deutscher ist.

#30 RE: I'm so sick of being positive von lakota 27.09.2011 10:22

Zitat
hallo

steht alles im internet


und so weiter
#




man kann sich - wenn man will - sehr gut selbst informieren.

es gibt noch jede menge weitere infos dazu im internet.



Echt? Was bin ich froh über den Hinweis. Die Wirklichkeit nähert sich dem Anspruch?

Und ich bin so unbedarft und naiv hier seit Jahren im Forum und erhoffe meist persönliche Eindrücke und Informationen über Kanada zu lesen, die nicht im Internet stehen oder in Zeitungen. Ein bisschen weltfremd bin ich schon. Warum trage ich hier im Forum eigentlich meine Hintergrundinformationen bei, die interessiert eh keinen? Bloss keine Fragen und womöglich
Antworten erwarten, steht eh alles im Internet. Meine Erfahrungen auch.

Irgendwas habe ich jetzt falsch verstanden oder war das alles wieder nur ein Scherz?
Nein, Spaß verstehe ich eh nicht, vom Rauchen habe ich auch keine Ahnung, wie soll
ich bloss alle die Antworten im Internet finden. I'm so sick of being positive.

Der Arbeitstitel meines Buches heißt im Moment: "Steht alles im Internet."

Bitte keine Fragen, denn womöglich ist "die Frage nicht indiskret, sondern die Antwort."

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