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#1 Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von hamburger 25.09.2006 00:38

Hallo,

ich war vor einem Jahr zahlungsunfähig und habe einen Antrag auf Insolvenz gestellt ( privates Insolvenzverfahren).
Das Verfahren dauer ca. 6 Jahre und danach werden meine Schulden aus Schufa gelöscht.

Ist es ein Grund meine Application as skilled worker abzulehnen?
Weiss jemand da etwas Genaues?

Danke für Eure Antworten

#2 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von mas 25.09.2006 01:50

Den Kanadiern ist das relativ egal - nur eine strafrechtliche Verfolgung bringt da Probleme.

Ich kenne mich mit Deutschem Insolvenzrecht nicht aus, aber Du weisst das die Einwanderung nicht billig ist und das Du ausreichende Finanzmittel nachweisen musst um Dich hier erst einmal ueber Wasser zu halten?

#3 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von canadian-trucker 25.09.2006 15:43

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Hallo,

nein, die private Insolvenz stellt kein Problem dar! Normalerweise dauert das auch keine 6 Jahre! Das reine Insolvenzverfahren ist nach 1-2 Jahren abgeschlossen! Die Zeit danach läuft als Restschuldbefreiungsphase! Die interessiert niemanden, nicht einmal hier in D!

canadian-trucker

#4 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von luigi 25.09.2006 15:54

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#5 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von hamburger 25.09.2006 16:16

Lieben Dank an Alle für die Infos.
Ich finde Das kanada Forum super

#6 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von canadian-trucker 25.09.2006 21:21

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Zitat von luigi
Das ist mir aber neu, ich war immer der Meinung, dass man Dir die ganzen 6 Jahre den Mindestbetrag vom Lohn läßt und den Rest pfändet. Ob´s die Schulden abträgt oder nicht ist Wurscht, nach 6 Jahren ist es vorbei.
Sollte man vorher ins Ausland gehen, Tschüß Finanzamt, denn ausländische Verdienste sind IMO nicht pfändbar.



Soweit richtig. Aber das eigentliche Insolvenzverfahren ist nach 1 -2 Jahren durch. Die übrige Zeit mußt Du zahlen, ist aber Restschuldbefreiung. Hab ich selbst gerade durch....

#7 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von luigi 26.09.2006 08:01

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#8 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von maxim 27.09.2006 08:20

Hallo

je nach lage bleiben die schulden 30 jahre erhalten -
je nach schuldner und höhe kann es bei besuchen in de probleme geben

wenn aber .... kann es auch keine probleme geben


da frag bitte einen anwalt, dem du eine solche sachlage erläuterst

#9 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von canadian-trucker 27.09.2006 08:40

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Zitat von ralf.wangemann
Hallo Leute,
ich bin das erste mal Hier im Forum und muß sagen, tolle und informative Seiten. Habe die Frage nach dem Privatinsolvenzverfahren gelesen und frage nun, was ist wenn man nach Kanada ausgewandert ist, Hier lebt und arbeitet und kein Insolvenzverfahren beantragt hat?
Danke für eine Antwort



Hmmm Ist nicht ohne.... Wie lang bist Du denn schon drüben? Bei Besuchen könntest Du Stress bekommen.

#10 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von maxim 27.09.2006 20:52

hallo

solange keiner eine zwangshypothek auf das haus eintragen kann - bleibe ruhig - und keinen Insolvenzantrag stellen!!!!

die können dir nichts - garnichts - ausser das haus früher oder später versteigern -

vorher kannst du es aber verkaufen

das dauert alles seine zeit - vertröste die und mache dir lieber einen netten abend in quebec als darüber schlecht zu schlafen

#11 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von Juergen 29.09.2006 19:02

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Sorry Leute,

aber eine Grundschuldeintragung ins Grundbuch ist bei berechtigtem Interesse (Titel beim Amtsgericht bei entsprechendem Schuldennachweis) recht fix drin. Da ist dann erstmal dieser Titel bei einer Versteigerung zu bedienen. Verkauft werden kann dann nicht mehr, ohne den Titelinhaber zu informieren.

Scheißsituation .... aber im BGB stehts drin.


Gruß,

Juergen

#12 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von maxim 29.09.2006 20:28

hallo

das ist doch klar - davon rede ich nicht

entweder deckt der verkauf des hauses die schulden oder nicht

wenn nicht, kann es ihm als permanent resident erst einmal egal sein

ausser er hat schulden über 100 millionen : - )))

woher ich das weiss? - wenn du länger im land bist hast du früher oder später kontakt zu solchen finanz-experten und bei einem oder mehreren sambucas mit bohne erzählen die dir gerne diese storys

#13 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von Juergen 01.10.2006 11:12

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unter dem Gesichtspunkt ist das sicherlich richtig, aber wenn ich eine Hütte in D hätte, würde ich das Geld daraus gerne generieren. Als weiteres Kapital ist das auch in Canada nicht schlecht.

Also erstmal einen Grundbuchauszug holen und schauen, ob da ein Titel drin ist. Wenn nicht, dann wäre ein Verkauf ratsam. Allerdings ist da wieder die recht bescheidene Immobilienmarktlage in D und die kommende Mehrwertsteuererhöhung.

Da von einem Kaufrausch zu reden wäre sinnlos. Folglich: entweder unter Preis verkloppen und wenigstens noch die Kohle rausholen (falls nicht die Bank schon den Finger drauf hält) oder das Haus "verschenken".

Das geht mit einer Umschreibung recht gut. Man kann sich dann auch einen Geldbetrag "schenken" lassen. Es gibt da in D noch einige Tricks.


Gruß,

Juergen

#14 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von goos 01.10.2006 12:24

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hallo!


da würde aber dann schenkungs-steuer anfallen!

bei diesen "tricks" muß man aufpassen,daß man vom "beschenkten",nicht beschissen wird........ist nur eine anmerkung!

die hausschenkung wird beim notar gemacht,die geldschenkung geht unter der hand.
......den "beschenkten"(der, der das haus bekommen hat) kannst dann auch nicht "anzeigen",wenn er dir nichts "geschenkt"(geld) hat.....

bei geld hört bei den meisten die freundschaft auf.....


weil......wer fährt besoffen mit dem auto zur polizei und zeigt einen anderen autofahrer,
wegen trunkenheit am steuer an..........nur besoffene.......lol


goos

#15 RE: Privates Insolvenzverfahren und Auswandern???? von Witch 01.10.2006 16:01

@luigi

Hallo!
Stell Dir das mit dem Finanzamt nicht so leicht vor. Ich kenne keinen der bei Steuerschulden aus der Nummer so einfach raus gekommen ist. Da sitzt das Amt meist am längeren Hebel. Mag sein, dass Dein Lohn in Canada von DE aus nicht pfändbar ist, aber vergiss nicht Deine etwaigen in DE erwirtschafteten Rentenansprüche. Wenn die vom Finanzamt gepfändet werden, sieht es in Canada im Alter auch nicht mehr so rosig aus. Selbst wenns irgendwann nur noch ne Einheitsrente gibt, aber wäre schon bitter.
Du müsstest also wirklich gut abgesichert sein. Sollten die Finanzamtsschulden im privaten Insolvenzverfahren mit aufgenommen sein, sieht es natürlich anders aus.

Gruß, Witch

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