Zitat von FlyingMooseDa hake ich mal provokativ ein: Ziatat: Mal kurz OT: Jagen ist imho nicht jagen. So lange man das Tier erlegt und verwertetich das Fleisch isst, verkauft, was auch immer) dann finde ich das schon ok. Was ich aber HASSE ist dieses Trophäen jagen, oder einfach nur zu jagen um ein Tier zu töten.
Das ist scheinheilig. Nur ganz wenige Menschen sind heute noch darauf angewiesen, ihre Grundversorgung mit Nahrung über die Jagd zu generieren. Der Jäger aus Calgary oder Edmonton der seine Kühltruhe statt im Supermarkt mit SB Jagd im Wald auffüllt soll besser sein als ein Trophäen - Jäger ?? Dem toten Tier ist es letzlich egal ob es die Maden fressen oder der Mensch, wir unterscheiden gut und böse nach dem materielle Nutzen für uns.....(Bauch voll gut, Trophäe an der Wand böse) Das Thema Jagd ist so breit und vielfältig, dass man es aus meiner Meinung auch nicht so auf eine einfache Formel reduzieren kann.
In diesem Sinne Weidmannsheil und Feuer frei
TheFlyingMoose
Um mal meinen Standpunkt klarzustellen: ich selber würde nicht jagen gehen. Aber was ist daran verwerflich ein Tier zu töten um es zu essen? Wenn ich die Wahl(beim essen) zwischen einer geschossenen Ente habe die ihr Leben gelebt hat und einer Ente die 3 Monate alt geworden ist und niemals Tageslicht gesehen hat bis sie dann irgendwann geschlachtet wurde, dann würde ich ersteres vorziehen, auch wenn ich jagen nicht inbedingt toll finde.
Sicher ist es dem Tier egal warum es tot ist. Aber wenn man das Fleisch verwertet, ist es imho immernnoch besser als wenn das tier abgeknallt wurde weil man mal gerade lust drauf hatte rumzuballern. Und ja, der Jäger aus calgary der seine tk truhe mit gejagdem wild auffüllt ist imho "besser" als der großwildjäger der 20.000eur zahlt nur um ein Nashorn in Afrika zu schießen und auf einem foto zu posieren.
@Susann: Nicht zu schnell vorverurteilen Ich bin seit 1993 in allen Provinzen Kanadas/Territorien (excl.Nunavut) unterwegs gewesen. Und nicht nur entlang der touritischen Sehenswürdigkeiten. Ich kenne auch das Leben der Leute im Yukon, NWT etc. Und ich habe auch nicht behauptet, dass es nicht Leute gibt, die auf die Jagd als Nahrungsquelle angewiesen sind. Deshalb rede ich auch speziell von den Jägern aus "Calgary und Edmonton" welche die Jagd lediglich benutzen um billiger an Fleisch zu kommen . Da das Recht zu Jagd für "alle" nun mal existiert , soll es auch so genutzt werden. Mir geht es nur um die immer wieder kehrende moralische Entrüstung, welche sich ausschließlich auf die Trophäenjagd bezieht. Diese Jagd braucht niemand notwendigerweise , genausowenig wie der Städter die Jagd für seinen Sonntagsbraten. Aber beide sind legitimiert. Beide haben einen Hintergrund. Da ich in 4! Generationen von Jägern/Förstern groß geworden bin, glaube ich auch zu wissen was Jagd mit all Ihren Facetten bedeutet. Da Thema Jagd ist unendlich reich an Für und Wieder und wird die Menschheit immer wieder in 2 Lager spalten. In erster Linie aber weil die moralische Seite von gut und böse von uns selber festgelegt wird an Hand unseres Wunschdenkens. Daher entrüsten wir uns bei der Robben Jagd im Frühjahr , Essen lieber ein schnell getötes Tier als langsam gestorbenes, Hassen das töten von Elefanten in Afrika und Waschbären in D.
Allen Jägern also eine erfolgreiche (Tier)Jagd , allen Nichtjägern eine gute (Schnäppchen)Jagd
dann sag ich mal ganz provokativ: dann dürfte auch keiner angeln.
Zitat von FlyingMoose@Susann: Nicht zu schnell vorverurteilen Ich bin seit 1993 in allen Provinzen Kanadas/Territorien (excl.Nunavut) unterwegs gewesen. Und nicht nur entlang der touritischen Sehenswürdigkeiten. Ich kenne auch das Leben der Leute im Yukon, NWT etc. Und ich habe auch nicht behauptet, dass es nicht Leute gibt, die auf die Jagd als Nahrungsquelle angewiesen sind. Deshalb rede ich auch speziell von den Jägern aus "Calgary und Edmonton" welche die Jagd lediglich benutzen um billiger an Fleisch zu kommen . Da das Recht zu Jagd für "alle" nun mal existiert , soll es auch so genutzt werden. Mir geht es nur um die immer wieder kehrende moralische Entrüstung, welche sich ausschließlich auf die Trophäenjagd bezieht. Diese Jagd braucht niemand notwendigerweise , genausowenig wie der Städter die Jagd für seinen Sonntagsbraten. Aber beide sind legitimiert. Beide haben einen Hintergrund. Da ich in 4! Generationen von Jägern/Förstern groß geworden bin, glaube ich auch zu wissen was Jagd mit all Ihren Facetten bedeutet. Da Thema Jagd ist unendlich reich an Für und Wieder und wird die Menschheit immer wieder in 2 Lager spalten. In erster Linie aber weil die moralische Seite von gut und böse von uns selber festgelegt wird an Hand unseres Wunschdenkens. Daher entrüsten wir uns bei der Robben Jagd im Frühjahr , Essen lieber ein schnell getötes Tier als langsam gestorbenes, Hassen das töten von Elefanten in Afrika und Waschbären in D.
Allen Jägern also eine erfolgreiche (Tier)Jagd , allen Nichtjägern eine gute (Schnäppchen)Jagd
Zitat von FlyingMoose Da Thema Jagd ist unendlich reich an Für und Wieder und wird die Menschheit immer wieder in 2 Lager spalten. In erster Linie aber weil die moralische Seite von gut und böse von uns selber festgelegt wird an Hand unseres Wunschdenkens. Daher entrüsten wir uns bei der Robben Jagd im Frühjahr , Essen lieber ein schnell getötes Tier als langsam gestorbenes, Hassen das töten von Elefanten in Afrika und Waschbären in D.
Nicht zu vergessen das "sports-hunting" der vom Aussterben bedrohten Eisbären im Norden. Wußtet ihr, dass Kanada das einzige Land ist, das den Export von Eisbärenfell, Zähnen und Tatzen erlaubt? Somit ist es auch das einzige Land, in dem Trophäenjagd erlaubt ist. Eisbären in Kanada dürfen grundsätzlich nur von den Inuit zum Lebensunterhalt gejagt werden. Jedes Jahr verteilt die Regierung eine Quota, die es erlaubt eine gewisse Anzahl von Eisbären zu erlegen. Es ist aber erlaubt, diese permits an Sportjäger zu verkaufen. Permitkosten um die $1000. So kommen jedes Jahr ein paar Schießwütige daher (meistens aus dem Ausland), um ihre Jagdlust zu befriedigen. Immerhin bringt ein Bärenfell bis zu $50,000 Dollar auf dem russischen Markt ein. Das hat absolut nichts mehr mit Lebensunterhalt zu tun. So, soviel zum Thema Eisbärenjagd, welches mich ankotzt.
Zitat von Harry and UteEs ist aber erlaubt, diese permits an Sportjäger zu verkaufen.Permitkosten um die $1000. So kommen jedes Jahr ein paar Schießwütige daher (meistens aus dem Ausland), um ihre Jagdlust zu befriedigen. Immerhin bringt ein Bärenfell bis zu $50,000 Dollar auf dem russischen Markt ein.
Das ist so nicht korrekt. Das klingt so als ob Touris fuer $ 1.000 permits kaufen, um die Felle dann fuer $ 50.000 zu verkaufen.....
Die wirklichkeit sieht so aus:
"Polar bears are protected under Canadian law and international treaty, so polar bears can only be harvested by Inuit hunters for sustenance, or by sport hunters guided by Inuit."
Die Jaeger werden niemals eine export-permit fuer die Felle bekommen. Versuchen sie es ohne, gibt es Strafen wie diese:
"A Winnipeg judge blasted them with $80,000 in fines Friday, days after the hunting trip to Nunavut. Acting on a tip, Environment Canada wildlife officers and Canada Border Services agents searched the men's private jet last Sunday as it refuelled in Winnipeg and found three polar bear hides and narwhal tusks."
The men did not have the proper export permits."
Die Baeren sind geschuetzt, koennen aber dennoch in regulierten Stueckzahlen gejagt werden. Dazu angemerkt dass die Jagd nach Polar Baeren zu den schwierigsten und gefaehrlichsten ueberhaupt zaehlt, die meisten schaffen das eh nicht.
Zur Zeit haben wir ja hier in BC ein Problem (zuviel werden abgeschossen) mit den Grizzly Baeren. TV Nachrichten sind ja voll damit seit einigen Tagen. Es werden einfach zuviel abgeschossen. Hoffentlich werden diese Tiere nicht mehr zum Abschuss freigegeben. Dann kommen noch die illegal getoeteten Baeren dazu. Fotoshooting ist einfach das Beste.
Zitat von Flieger vom KlosterZur Zeit haben wir ja hier in BC ein Problem (zuviel werden abgeschossen) mit den Grizzly Baeren
Interessant, denn hier in Alberta ist es genau anders herum. Seit einigen Jahern ist die Jagd auf Grizzlies total ausgesetzt und nun hat man nach Studien und Zählungen eine Zunahme von 3% pro Jahr festgestellt.
Vielerorts gibt es Probleme mit Bären, die auf der Suche nach einem neuen Territorium immer weiter nach Osten wandern. Letztes Jahr gab es in unserer Gegend soviele Grizzlies wie schon sehr lange nicht mehr. Manche haben es leider auf Livestock abgesehen, aber das Abschießen ist unter Staref verboten. Leider klappt es nicht mit dem Fotos einstellen hier im Forum, jedenfalls habe ich es aufgegeben, ich bekommen immer ein Meckerfeld. Sonst würde ich mal ein Foto hochladen von dem Prachtexemplar, was und im letzten Juni für mehrere Wochen im Juni sozusagen belagert hat. Er hat uns alle ganz schön gespookt, aber keinen Blödsinn gemacht. Liebe Grüße, Susann
eine Imkerin hat mir mal erzaehlt dass sie Baeren abschiessen duerfen die sich an ihren Bienenstoecken zu schaffen machen, also auch Grizzlies. Haben Farmer die ihren livestock schuetzen muessen keine Sonderrechte? Unser Nachbar in AB hat staenig Woelfe und Kojoten abgeschossen und Giftkoeder ausgelegt (gefiel mir gar nicht) sonst haetten die ihm alle Kaelber gefressen.
Zitat von Heidi K.dass sie Baeren abschiessen duerfen die sich an ihren Bienenstoecken zu schaffen machen, also auch Grizzlies
Ich weiss nicht wo diese Imkerin wohnt, aber hier in Alberta ist das Abschießen von Grizzlies ABSOLUT verboten, auch wenn sie deinen Livestock fressen!!! Hatten gerade so einen Fall im Bekanntenkreis, da ist ein Grizzly in den Bull Pen und hat den Herd Sire erlegt. Der Bär kam mehrmals wieder, wurde schließlich von Fish & Wildlife mit einer Bärenfalle gefangen. Mit Schwarzbären, Cougars, Koyoten und Wölfen ist das eine andere Sache. Die darfst du schießen, wenn sie auf deinem Land sind und deine Haustiere oder dein Vieh bedrohen. Die sind ja auch nicht auf der Liste der geschützten Arten, gibt es hier sogar sehr viel, wir sehen die Tracks im Schnee aber die Tiere sind oft sehr heimlich. Giftköder sind natürlich nicht nur eine Sauerei weil grausam, sondern es kann ja auch die falschen Tiere treffen (Grizzlies, Badger, Hunde, Adler!!! usw.) Ich kenne keinen der Giftköder auslegt und ich bin mir garnicht sicher, ob das überhaupt legal ist. Allerdings kenne ich einige Leute, die ab und zu Theater mit Wölfen haben, seltener auch Koyoten, die sich an neugeborenen Kälbern vergreifen oder an den Kühen, die nach der Geburt des Kalbes nicht gleich hochkommen. Die müssen weg, denn sie kommen immer wieder. Kommt aber glücklicherweise nicht sehr häufg vor. Kleinere und mittelgroße Haushunde und Katzen auf dem Land werden leider sehr oft von Koyoten getötet. LG Susann
das ist schon ein paar Jahre her, die Imker wohnen bei Edson, die Imkerei betreiben sie inzwischen nicht mehr selbst bzw. sind nur noch Teilhaber. Ihr Mann hat sich abends im Auto bei den Bienenstoecken mit dem Gewehr auf die Lauer gelegt...den toten Baeren liessen sie dann einfach liegen.
Koyoten mag ich ueberhaupt nicht, wegen denen duerfen unsere Katzen nicht mehr raus und der Hund darf alleine nur in den eingezaeunten Garten.
Zitat von Heidi K. Ihr Mann hat sich abends im Auto bei den Bienenstoecken mit dem Gewehr auf die Lauer gelegt...
Das ist schade, manche benutzen einen Elektrozaun in einem Fall wie diesem. Bären haben so eine empfindliche Nase - einmal damit an den Draht kommen reicht normalerweise. Besser als Abschießen. So machen es die Hunter hier, wenn sie ihr Lager mitten in der Wildnis aufschlagen. Eine Batterie und ein Draht in strategisch günstiger Höhe schützt vor Bären, die ins Camp eindringen wollen. Ja, ich weiss was du meinst mit den Kojoten. Letztes Jahr hat es den kleinen Hund unserer Mieterin erwischt. Der musste nachts mal raus, und anstatt mit ihm die Treppe runterzugehen, hat sie an der Tür gewartet. 10 Sekunden später hörte sie sein yelp, er muss wohl direkt in einen Kojoten gelaufen sein Im Winter finden wir manchmal Kojotenspuren buchstäblich direkt unter unserem Schlafzimmerfenster... Unsere Hunde gehen nachts nie alleine raus, wir haben auch einen Puppy fence um den Garten hinten. tagsüber bekommt man sie nie zu sehen, aber abends und nchts singen sie ihr Lied. Wenn wir längere Zeit überhaupt keine Kojoten hören, wissen wir dass wieder Wölfe in der Gegend sind. Den Kids ist letzen Winter fast ein Wolf vor den Truck gelaufen, bloß 1km weiter westlich von uns. Darum lassen wir die Kühe in der Barn abkalben. Sind halt nicht immer "on top of the food chain" hier in Kanada LOL! LG Susann
Dem Kater von meiner Grosstante, die auf dem Land bei Langley wohnt, hat nen Kojote mal das Bein abgebissen.Er hat es aber bis nach hause geschafft und erfreut sich bester Gesundheit (das Bein hing quasi daneben und konnte wieder dran genäht werden)
die Kojoten sind eine echte Plage auch in den Staedten. In Kelowna lebt ein grosses Rudel in einem Waledchen mitten in der Stadt! Immer wenn eine Ambulanz vorbeifaehrt heulen die los. Hier ist es ganau so, die sind ganz in der Naehe. So ungefaehlich sind die auch nicht fuer Menschen wenn die richtig Hunger haben und an Menschen gewoehnt sind.
Das mit dem Hund Eurer Mieterin ist ganz schrecklich, ich hoffe mal dass es schnell ging! Wir haben schon einige Katzen und Huehner an Kojoten verloren. Die verbliebenen Katzen haben jetzt ein Aussengehege und der Hund einen eingezaeunten Garten.
In AB hat es mal aus dem Wald gebellt, dachte da haette sich ein Hund verlaufen aber es waren Kojoten! Die locken so auch groessere Hunde vom Haus weg und fallen ueber sie her.
Nochmal zur Imkierin: wo kein Klaeger ist, ist auch kein Richter... oder so aehnlich. Die haben in den 60er Jarhen angefangen, da gab es diese Gesetze sicher noch nicht, sie besitzen ca. 4000 Bienenstoecke in Gruppen von 10 oder 20, die kann man nicht alle mit Elektrozaun umgeben, das waere zu teuer.
Woelfe habe ich bisher nur einmal gesehen, die haben richtig gruslige Augen "they look right through you" sagte mal ein wildlife expert. Kann ich nur bestaetigen.
@ Hallo Basti: sag Deiner Tante sie soll dem Kater ein Gehege bauen damit das nicht nochmal vorkommt!
Hat sich eh erledigt weil sie inkl. Katze in ein Townhouse gezogen ist nur leider darf die Katze nun gar nicht mehr raus. Naja, aber vielleicht noch besser als wenn Kojoten einem das bein anknabbern....