Ich muss sagen das stimmt nicht.Meine Grosse war 7 als wir herkamen und erst vorkurzem hat eine ihrer Lehrerin von ihr erfahren das sie eigentlich Deutsche ist,merkt man bei keinem meiner Kinder.Ich kenne auch aeltere deutsche Kinder,die man nicht fuer solche haelt,Ralfs Kinder zum Bleistift.
Claudi muss mir halt wiedersprechen... also gut, es trifft bestimmt nicht immer zu. Wenn kids die Fremdsprache vor der Pupertaet erlernen kann das "akzentfrei" abgehen aber in D. kannten wir Kinder von Russlanddeutschen (kamen mit 5 und 6 nach D.), die konnten auch Jahre spaeter nur deutsch mit starkem russichen Akzent sprechen, sowas gibt es also. Und Kinder von unseren schweizer Bekannten, die in der Schweiz englisch lernten, haben auch einen ziemlich starken Akzent. Denen ist das immer ein bisschen peinlich sagt ihre Mutter... "So frueh wie moeglich anfangen" ist ein Satz den man immer wieder von Paedagogen zu hoeren bekommt. Wir sind halt auch dafuer.
habe ja eigentlich überhaupt kein recht mich einzumischen, immerhin bin ich weder ausgewandert noch habe ich kinder
es ist leider so, je älter die kinder werden (natürlich gibt es da auch immer ausnahmen) desto schwerer fällt ihnen das erlernen einer neuen sprache, desto mehr haben sie an dem verlust von freunden und familie zu knabbern. klar gibt es kinder die in de alleine mit ihren eltern auf nem bauernhof abseits vom dorf gewohnt haben, die alleine ohne jede art von familienangehörigen wie omas, opas tanten und geschwistern, oder sowas grossgeworden sind. denen fällt es sicher immer leichter mit ihren eltern (der bezugspunkt überhaupt) in ein fremdes land zu gehen. da ist auch die sprache nicht so das hindernis.
aber es gibt eben auch die, die fest verbunden sind mit allem was hier in deutschland so abgeht, vereine, schulaktivitäten, freunde treffen aufm spielplatz usw.
mein cousin hat zwei jahre in den usa verbracht, einen sohn dort zur welt gebracht (bzw seine frau ) und seine damals 3 jährige tochter kurz vor ihrem vierten geburtstag wieder da raus gerissen und ist wieder nach deutschland. das mädel hat fast ein ganzes jahr nichts mehr gesprochen, hat ins bett gemacht und nachts viel geweint, war sowieso sehr anfällig fürs heulen ab dem moment und ist bis heute (11 jahre) immer noch sehr sensibel und schüchtern. sie ist zwar gut in der schule, aber ich sehe halt jedes mal bei jeder feier wie dieses mädchen unter dem verlust der englischen sprache und des neu gewonnenen umfelds in den usa gelitten hat.
ihr könnt mich ruhig verurteilen über meine einstellung, ich denke aber einfach dass wir nicht wissen was wir kleinen kinder zumuten, und wenn dann in irgend einem alter probleme (verhaltens- oder essstörungen) auftreten, dann will keiner jemals darüber nachdenken dass das mit einer gescheiterten auswanderung oder mit dem verlust des gewohnten umfelds zu tun hat.
my 2 cents
und es gibt eben auch IMMER ausnahmen, auch in die leider falsche richtung!!
Zitat von Lucalina es ist leider so, je älter die kinder werden (natürlich gibt es da auch immer ausnahmen) desto schwerer fällt ihnen das erlernen einer neuen sprache, desto mehr haben sie an dem verlust von freunden und familie zu knabbern. klar gibt es kinder die in de alleine mit ihren eltern auf nem bauernhof abseits vom dorf gewohnt haben, die alleine ohne jede art von familienangehörigen wie omas, opas tanten und geschwistern, oder sowas grossgeworden sind. denen fällt es sicher immer leichter mit ihren eltern (der bezugspunkt überhaupt) in ein fremdes land zu gehen. da ist auch die sprache nicht so das hindernis.
Öhm... wenn Kinder, egal wo, so isoliert aufwachsen, dann haben sie aufjedenfall auch egal wo, Schwierigkeiten sich einzuleben. Denn sie haben ja letztenlich den sozialen Umgang mit anderen Menschen nicht gelernt.
Zitat
mein cousin hat zwei jahre in den usa verbracht, einen sohn dort zur welt gebracht (bzw seine frau ) und seine damals 3 jährige tochter kurz vor ihrem vierten geburtstag wieder da raus gerissen und ist wieder nach deutschland. das mädel hat fast ein ganzes jahr nichts mehr gesprochen, hat ins bett gemacht und nachts viel geweint, war sowieso sehr anfällig fürs heulen ab dem moment und ist bis heute (11 jahre) immer noch sehr sensibel und schüchtern. sie ist zwar gut in der schule, aber ich sehe halt jedes mal bei jeder feier wie dieses mädchen unter dem verlust der englischen sprache und des neu gewonnenen umfelds in den usa gelitten hat.
Wirklich der Verlust der Sprache, oder vermitteln die Eltern auf subtile Art und Weise ihren eigenen Verlust, daß es nicht geklappt hat? Kinder sind vor allem in Richtung "Wohlbefinden der Eltern" sehr sensibel. Kurz und knapp, haben die Eltern irgendwelche Probleme, sind es die Kinder, die es als erste spüren.
Zitat ihr könnt mich ruhig verurteilen über meine einstellung, ich denke aber einfach dass wir nicht wissen was wir kleinen kinder zumuten, und wenn dann in irgend einem alter probleme (verhaltens- oder essstörungen) auftreten, dann will keiner jemals darüber nachdenken dass das mit einer gescheiterten auswanderung oder mit dem verlust des gewohnten umfelds zu tun hat.
my 2 cents
und es gibt eben auch IMMER ausnahmen, auch in die leider falsche richtung!!
Ich seh das etwas anders. Der Mensch war ja schon immer Nomade, mal mehr mal weniger stark. Zu ziehen, umzuziehen steckt ihm im Blut. Auch in der heutigen Zeit, man zieht dem Wild (der Arbeit) hinterher. Aus meiner Sicht leiden Kinder nur dann, wenn ihre Eltern nicht ehrlich mit ihren Schwierigkeiten umgehen, den Kindern eine heile Welt zu Hause vorgaukeln, aber nicht wissen woher sie am nächsten Tag das Geld fürs Brot hernehmen sollen, ihren Kindern aber einen Besuch in Disneyworld versprechen. Unter solchen Dingen leiden die Kinder. Auch, wenn das Elternpaar nicht wirklich beide auswandern wollten, und es daher die Beziehung zwischen den Eltern einen Riss bekommen hat. Das spüren Kinder und da drunter leiden sie. Bieten und vermitteln die Eltern ihren Kindern eine geschlossene und ehrliche Einheit, Sicherheit und Geborgenheit, kann man mit Kindern auf der Welt umherziehen, wie man will. Diese Wurzelsache, ist eher eine kulturelle Sache, sie liegt nicht in unseren Genen, höchstens in unseren Köpfen.
ich stimme dir in einigen punkten zu, zum beispiel mit meinem etwas überzogenen beispiel der isolation von kindern. aber wenn diese kinder als bezugspunkt NUR ihre eltern haben, wird es ihnen gut gehen, solange sie bei ihren eltern sind.
mein cousin hatte einen zwei jahres vertrag in den usa, es war also von anfang an klar dass die familie nur 2 jahre bleibt. ich hätte das meinen kindern (bzw der grossen in dem alter) nicht zugemutet. naja, er hat jetzt die quittung und muss damit umgehen...
habe noch mehr beispiele dass es klappen kann oder auch nicht. eine gute freundin von mir ist in ihrem leben (28 jahre) schon 16 mal umgezogen. das meiste davon als kind mit ihren eltern. sie hat kaum beziehungen zu anderen menschen aufgebaut, da wurde sie schon wieder weggerissen. das merkt sie heute selber, sie wohnt seit 4 jahren am gleichen ort, sie ist unruhig und hat das gefühl dass sie rausmuss. sie hat keine feste partnerschaft weil sie das verlustgefühl nicht aus dem kopf bekommt von früheren freundschaften.
alles total schwer.
mein fazit der auswanderei mit kind: lieber einen schritt in irgendeine richtung gemacht und es versucht als den kindern zuhause in de immer nur alles vorenthalten zu müssen weil man keine kohle für nix hat.
und ich denke: je kleiner desto schneller stecken die das weg.
man wird bei diesem thema sowieso niemals auf einen nenner kommen, es gibt so viele meinungen wie es verschiedene menschen gibt und das ist auch gut so! hauptsache man bemüht sich um respekt und verantwortung den kindern gegenüber und das ist leider dass, was ich an manchen auswanderer dokus so wenig leiden kann, dass die kinder die leidtragenden sind weil die eltern sich schlecht vorbereitet haben. wie immer: das ist nicht bei jedem so!!!
Hi Lucalina! Mit der Einstellung wuerdest Du eine Supermom abgeben, da bin ich ganz sicher!
Hi Ezri - der Mensch ist ein Gewohnheistgeschoepf, Kinder brauchen Routine und "Rituale", manche Leute lieben das Nomadenleben, fuer kids ist das bestimmt nicht gut wenn man sie staendig aus dem gewohnten sozialen Umfeld herausreisst. Kids sind ja keine Hunde, denen alles egal ist solange sie nur bei ihrem geleibten Herrchen oder Frauchen sein koennen.
Zitat von Heidi K. Hi Ezri - der Mensch ist ein Gewohnheistgeschoepf, Kinder brauchen Routine und "Rituale", manche Leute lieben das Nomadenleben, fuer kids ist das bestimmt nicht gut wenn man sie staendig aus dem gewohnten sozialen Umfeld herausreisst. Kids sind ja keine Hunde, denen alles egal ist solange sie nur bei ihrem geleibten Herrchen oder Frauchen sein koennen.
LG, Heidi
Richtig, Kinder brauchen Rituale und Grenzen um sich sicher zu fühlen, aber Rituale und Grenzen muß man ja nicht an der Örtlichkeit fest machen
also meine Kids sind nicht mehr ganz so klein, nämlich inzwischen 12, 14 und 16 Jahre alt, aber ich glaube nicht, dass das wirklich ein grosser Nachteil ist. Wir haben die Kids von Anfang an in die Entscheidung, nach Kanada auszuwandern mit einbezogen, haben sie also bereits im Vorfeld gefragt, was sie davon halten würden und als ich dann einen Job gefunden habe, da haben wir ihnen genügend Zeit gegeben, sich damit auseinanderzusetzen und zu entscheiden, ob sie das möchten oder nicht. Glücklicherweise waren alle dafür, denn gegen ihren Willen hätten wir das nicht gemacht.
Unser Ältester hat über das Internet inzwischen sogar erste Kontakte nach Saskatoon geknüpft zu einem Jungen in seinem Alter, der vor ca. 9 Monaten von Deutschland dorthin gezogen ist. So hat er schon jetzt die Möglichkeit, immer wieder neue Fragen zu unserer künftigen Heimat aus erster Quelle beantwortet zu bekommen.
Was das Alter angeht, so haben es meiner Meinung nach ganz kleine Kinder am leichtesten bei der Auswanderung, da sie ohnehin eine Sprache (egal welche) noch lernen müssen. Für Kinder, die im Kindergartenalter nach Kanada kommen, ist es meiner Meinung nach am schwierigsten, denn ich stelle es mir ganz schön hart vor, wenn so ein Kind, das zu diesem Zeitpunkt womöglich noch gar nicht, bzw. nur sehr wenig englisch spricht, in einer fremden Welt in einen fremden Kindergarten kommt, keinen Menschen kennt und dann auch noch die Sprache nicht kennt. Diese Kinder lernen das Englisch zwar auch überraschend schnell, aber die erste Zeit ist sicher sehr hart und ungemütlich. Bei Kids im Teenyalter ist das wieder etwas anderes. Die sind zwar auch in einer fremden Umgebung, sind aber durch ihren Englischunterricht in Deutschland zumindest soweit vorbereitet, dass sie sich einigermassen verständigen können. Ob sie dabei einen Akzent haben oder nicht ist absolut unwichtig, denn den verlieren sie mit der Zeit sowieso wieder. Und deren Englisch wird sich auch innerhalb kurzer Zeit deutlich verbessern.
Ich bin mir sicher, dass eine Auswanderung auch für Kids im Teenyalter problemlos möglich ist, sofern sie die nötige Rückendeckung zu Hause in der Familie haben.
Hallo, als wir vor 3.5 Jahren ausgewandert sind, war mein Sohn 17 und meine Tochter 19. Meine Tochter hat sich entschieden in Deutschland zu bleiben. Vorher schon, nur gesagt hat sie es nicht. Das kam dann erst als schon alles soweit in trockenen Tuechern war. Mein Sohn spricht akzentfrei englisch und hatte soweit auch keine Probleme in der Schule. Mit soweit meine ich das er zwar mit canadischen Jugendlichen ueberhaupt keine Probs hatte, sondern mit den eingewanderten deutschen Jugendlichen. Ansonsten sagt er mir das es fuer ihn die beste Entscheidung war. LG Sabine
Jetzt muss ich auch noch meine two cents dazu geben. Also meine Soehne waren noch ziemlich klein (3+5) als wir hierher kamen, die Kleinen tapsen da rein - play school, kindergarden, activity groups was auch immer- und integrieren sich sofort. Je groesser die Kinder umso komplizierter wird es. Teenagers sind ja naturgemaess nciht ganz einfach zu handhaben, Natuerlich gibt es Ausnahmen und ich wuensche Euch alles Gute, Hus. Man muss sich ja auch ein bisschen Mut zusprechen sonst kann man seine Traeume gleich an den Nagel haengen. Eltern dazu raten lieber mit aeltern Kindern auszuwanderen wuerde ich nicht tun. Je kleiner die Kinder umso leichter faellt ihnen die Umstellung.
Wir mussten berufsbedingt immer hin und her pendeln und die Jungs fanden das auch cool aber als sie aelter wurden fiel ihnen die Umstellung doch schwerer bzw. ging ihnen auf die Nerven und sie waeren liebend gerne mal irgendwo geblieben. Jetzt studieren sie erst mal in Deutschland und kommen vielleicht spaeter wieder nach Kanada.
Zitat von Hannah Natuerlich gibt es Ausnahmen und ich wuensche Euch alles Gute, Hus. Man muss sich ja auch ein bisschen Mut zusprechen sonst kann man seine Traeume gleich an den Nagel haengen. Eltern dazu raten lieber mit aeltern Kindern auszuwanderen wuerde ich nicht tun. J
Hallo Hannah,
du darfst meine Meinung nicht mit einem Ratschlag an andere Eltern verwechseln. Weil ich meine Kids eben gut kenne und wegen der Art und Weise, wie sie mit der bevorstehenden Auswanderung nach Kanada umgehen und sich eigenständig auf das Land und die Sprache einstellen und vorbereiten, bin ich mir sicher, dass sie das gut meistern werde, auch wenn der Anfang vielleicht etwas holprig werden mag. Das ist aber eben nur meine Meinung, allerdings sind ohnehin nur die wenigsten auswanderungswilligen Familien in der Lage, den Zeitpunkt ihrer Auswanderung am Alter ihrer Kinder festzumachen. Meistens sind es doch berufsbedingte Gründe.
However, Mut zusprechen brauche ich mir da aber eigentlich nicht, auch wenn ich vielleicht anderer Meinung bin als du.
Hallo Leute, also wir sind jetzt fast 2 Monate in Kanada und unsere Kids hatten keine Probleme, sich hier zu integrieren. Unser Jüngste lernt hier sogar jetzt auch französisch und hat damit auch relativ wenig Schwierigkeiten.
Wir sind also nach wie vor der Meinung, dass man auch gut mit Teenies auswandern kann und wir unsere Kids in der Beziehung auch im Vorfeld bereits recht gut eingeschätzt haben.