das mit den 2 Jahren dachte ich auch immer. Denke es gibt Ausnahmenfaelle wo man tatsaechlich insgesamt 3 von 5 Jahren im Ausland leben kann aber dann muss man denen das ganz genau erklaeren. Im Antrag fuer PR card replacement wollen die eine Erklaerung haben wenn man laenger als insgesamt 6 Monate ausserhalb Canada's verbracht hat. Als wir unsere neuen Karten in Kelowna abholten sagten die auch was von 6 Monaten, hat mich aber damals nicht besonders intereressiert weil das nicht auf uns zutraf. Man muesste sich nochmal genauer erkundingen - hoffentlich habe ich jetzt keine Unwahrheiten verbreitet!!
Oha, na das waer ja echt saudoof. Sorry. Hmmmm. Ok da muessen wir uns dann wohl zu gegebener Zeit nochmals damit auseinandersetzen, noch kommt es ja fuer uns nicht in Frage. Waer es denn tatsaechlich so, dann ist der Vorschlag, erstmal fuer ein paar Wochen zurueckzugehn und zu sehn, ob man sich ueberhaupt noch zurueckintegrieren kann, gar nicht so von der Hand zu weisen.
Staatsbuergerschaft beantragen wollten wir eigentlich nicht, aber wenns so ist ....., muss man sich das vielleicht doch nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Von Ghost: "Man muss die Sprache lernen und sich an die neuen "Regeln" anpassen. Man muss loslassen von seinem frueheren Leben, nicht staendig vergleichen und sich nicht selbst bedauern wenn etwas schwieriger weil ungewohnt und neu ist. Bis zu diesem Punkt hat das uebrigens nichts mit Kanada zu tun. Das liegt in der Natur des "weggehens"."
Was genau willst du über die Rückwanderung wissen? Du schreibst du möchtest Infos zusammentragen. Wozu? Ich bin im Sommer zurück. Kann aber nur darüber sprechen, wenn ich konkrete Fragen bekomme. Sonst ist ja alles recht logisch. 1. Job besorgen von Kanada aus 2.Wohnung kündigen oder Haus verkaufen je nachdem 3.Sachen verkaufen oder Contrainer bestellen 4.Flüge buchen 5.in Deutschland eine Übergangswohnung suchen 6.wieder anfangen zu arbeiten
Zitat von schnuffiMich wuerden da mal so Dinge interessieren, wie, wo muss ich mich als erstes melden? Rathaus, Finanzamt, Arbeitsamt und wie ist es ne Wohnung oder gar nen neuen Job zu finden? Wie ist es mit den CPP Einzahlungen, hat man da was zu beachten oder greift das erst nach ein paar Jahren Canada? Was passiert mit der KV??
Und dann noch ein paar emotionale Fragen, wie, wie haben Freunde, Familie drauf reagiert? Wie geht man selbst mit der "Enge" Deutschlands um, wie geht man mit den "grumpy Deutschen" um???
Gruss Schnuffi
Eine feste Adresse brauchst du auf dem Personalausweis, wenn du ein Konto eröffnen willst. Es geht aber auch ohne diese feste Adresse, wenn die erst Bank nein sagt, einfach zur nächsten laufen. Rathaus, sobald du eine feste Wohnung hast, musst du dich da melden mit dem Mietvertrag. Geld spart man indem man bei Firmen wie http://www.city-residence.de/ eine Wohnung mietet, die möbiliert ist und sich dann die Zeit nimmt ohne Makler was neues zu finden (ist quatsch Makler zu bezahlen, habe ich ein Mal machen müssen und es ärgert mich heute noch). Feste Wohnung dann durch Kontakte (so geschehen bei uns, im Job Netzwerk). Job von CA suchen, macht keinen Sinn einen festen Job aufzugeben, wenn man hier möglicherweise ohne dasteht. Interviews per Telefon machen (kenne 2 Fälle wo es geklappt hat, beide Frankfurter Raum, beides im IT Bereich). Wenn der Job sich als schlecht herausstellt einfach weiter suchen wenn man dann vor Ort ist. KV keine Ahnung wie das geht, habe mit KV nichts zu tun. Führerscheinstelle musst du auch hin, dort kostet es Geld und ein Passfoto, dauert ca. 4-8 Wochen, bis du den neuen Lappen wieder abholen kannst. Ist am besten man kommt mit der kanadischen Staatsbürgerschaft zurück, dann sind alle Optionen offen.
Familie reagiert so: diejenigen, die die Auswanderung schon nicht gut fanden sagen: Gott sei Dank! und haben sonst kein Interesse gezeigt oder Fragen gestellt. Andere, die es gut fanden haben schon sehr viele Fragen gestellt, aber in meinem Fall waren diese Leute auch in Kanada auf Urlaub und fanden das Land leider sehr heruntergekommen und konnten es aus diesem Grund auch gut verstehen. Die Enge ist ein ewiges Problem, aber man kann auch ein Haus im Grünen kaufen, ist nicht so teuer. Oder man überlegt ob man woanders hin auswadern soll. Grumpy Deutsche habe ich bislang nocht gar nicht getroffen, die Leute sind nett und offen und sprechen einen ständig an. Gibt auch Ausnahmen wie Sprechstundenhilfen beim Arzt (dann gehe ich halt zu einem anderen) oder mal der eine oder andere in der Arbeit, der aber mit seinem Leben total unzufrieden ist und da spricht der pure Neid auf alle anderen, hat also mit einem selbst nichts zu tun. Noch ein Tipp: man spart eine Menge Geld wenn man den ganzen Krempel nicht nach Deutschland mitnimmt, der sich so angesammelt hat (ist ja doch nur materieller Balast), oder nur sehr persönliche Dinge mitnimmt. Hat man Möbel oder anderes aus Deutschland, kann man diese Dinge sehr gut verkaufen, weil die Kanadier meinen, es ist ja Made in Germany. Wir haben praktisch sehr vieles der Rückwanderung durch den Verkauf von den ganzen Sachen finanziert.
Wenn Sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder besaßen und im Ausland leben, unterstützen wir Sie vorbereitend bei Ihrer Rückkehr.
Wir informieren Sie über die "neuen" Rahmenbedingungen in Deutschland. Dazu gehören relevante Veränderungen in Gesetzen, Rechten und Formalitäten sowie praktische Tipps und weiterführende Hinweise.
Wir beraten Sie zu folgenden Themen:
* Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit * Einreisebestimmungen ausländischer Familienangehöriger * Anspruch auf soziale Leistungen * Wiederaufnahme ins deutsche Sozialversicherungssystem * Rentenabkommen zwischen Deutschland und Ihrem Wahlausland * Höhe der Lebenshaltungskosten in Deutschland * Arbeitsuche * Anerkennung Ihrer ausländischen Abschlüsse
wie geschrieben gibt es am flughafen frankfurt eine Anlaufstelle für hilfsbedürftige Rückkehrer.
wie deren bezeichnung genau ist - keine idee - ist aber eine kombination von arge und sozialhilfe organisation.
Zitat
Flughafenpfarrerin Ulrike Johanns über die umfangreiche Arbeit von "Kirche am Flughafen" sprachen, einem Arbeitsbereich der Diakonie des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt am Main. "Wir sind Anlaufstelle für Reisende, Flughafenbesucher und -beschäftigte", betont Johanns. ....
Für Menschen, die in eine Notlage geraten sind, engagiere sich der Kirchliche Sozialdienst für Passagiere mit schnellen unbürokratischen Hilfen. "Das Team", so die Pfarrerin, "steht Menschen in psychisch bedrängten Lebenslagen bei, vermittelt Ansprechpartner, beschafft Unterkunft und organisiert Hilfe für Reisende,
Kirche am Flughafen | Flughafenseelsorge Willkommen auf unserer Homepage. Hier finden Sie Informationen über die Evangelische Flughafen-Seelsorge und den Kirchlichen Sozialdienst für Passagiere. http://www.kirche-am-flughafen.org/
Es gibt so viele Gründe zum "Rückwandern". Es gibt auch viele Auswanderer, die in einem öffentlichen Forum nicht unbedingt ihre Gründe nennen wollen. Warum auch. In meiner Familie gibt es viele Auswanderer und viele Rückwanderer. Einer der Rückwander aus Kanada kam zurück, weil er schwer verletzt war und einen Vertrag damals nicht erfüllen konnte, er hatte nach der Rückwanderung nach Deutschland (er war kein Deutscher) eine guten Job als Dolmetscher bei der US-Armee. Allen anderen Auswanderern ging es mehr als gut, aber sie fanden Deutschland (Schweden) zu einer bestimmten Zeit einfach geeigneter für ihre weiteren Lebenspläne. Die meisten sind zu einem Zeitpunkt zurückgekommen, als sie am erfolgreichsten in ihrem sogenannten Wunschlebeland waren. Das war nicht nur Kanada. Sowohl Schwager, beste Jugendfreundin und Cousin kamen nach 12 Jahren aus San Francisco zurück. Ihnen geht es dann mehr als gut in Deutschland und zuvor in den USA (nur als Beispiel). Auf Vancouver Island traf ich eine Familie, die aus der Nähe von Stuttgart kam. Sie waren dorthin ausgewandert und wieder zurückgekehrt und dann vor ca. fünf Jahren zum zweiten Mal ausgewandert und sie wollten für immer bleiben. Er war Grieche, sie Deutsche. Mein Vater ist dreimal ausgewandert, einmal nach Kanada und auch wieder weiter. Die Geschwister meiner Mutter sind zum größten Teil nach USA, einer kam wieder zurück. Cousin meiner Mutter war in China, Ecuador und ist dann nach Schweden, wo seine Frau her kommt. Guter Bekannter und Cousin kamen aus Australien zurück. Der Bekannte sagte, dass er nach Kanada hätte gehen können und hat es bereut, dass er es nicht getan hatte. Jetzt macht er als Rentern dort 5-6 Wochen Urlaub immer mal und geht angeln.
Ich traf in Victoria einen älteren Deutschkanadier, dessen Traum es war, wieder in Deutschland zu leben. Er war ganz wehmütig, dass es sein Lebenstraum wäre, noch einige schöne Jahre dort zu verbringen.
Es wäre mir als Rückwanderer sowas von egal, was Verwandte und Freunde sagen.
Da meine Familie schon immer regelmäßig im Ausland gelebt hat, haben die es als die natürlichste Sache der Welt empfunden, dass wir wieder da sind, jetzt ist das telefonieren wieder billiger. Ob man eine Wohnung via Makler meitet oder eine möblierte ist abhängig von vielen Faktoren und da sollte eine nicht einfach kategorisch ausgeschlossen werden. Wir sind mit zwei Kindern zurück gekommen und erwareteten unseren Container innerhalb von Wochen. Somit brauchten wir schnellstmöglich eine passende Wohnung, 1. damit die Kinder Stabilität bekommen und b) damit wir die Möbel nicht zwischenlagern müssen. Möblierte Wohnungen o.ä. kosten auch sehr viel mehr pro Monat, als eine Wohnung. Makler zahle ich auch nicht gern, aber machte bei uns Sinn und in FFM geht fast nichts ohne Makler.
Kommt man mit genug Geld nach De, hat schon einen Job oder gute Aussichten, dann geht es doch alles recht einfach. "Spannend" wird es doch erst, wenn man nicht weiß wohin, wenig finanzielle Mittel hat und keinen Job. Welches wäre da der erste Schritt? Ein Dach über dem Kopf wäre wohl der erste Schritt. Nur wie bekommt man das ohne Job und ohne Geld? Hat man das, dann kann man sich arbeitslos melden und den gesamten Rest wie Perso und Führerschein erledigen. Ggf. muss man aber noch mal umziehen, wenn man dann endlich einen Job bekommen hat.
Na vielen Dank fuer die vielen Eindruecke und Erfahrungen Eurerseits. Ist schon sehr interessant.
Ich wuerd auch nur einige wenige Sachen wieder mitnehmen. In D. kriegt man ja alles (umgekehrt eher weniger). Was die Leute quatschen ist mir was meine eigenen Entscheidungen angeht auch schnuppe, aber interessant find ich wie sie reagieren. Aber ist eigentlich auch ne bloede Frage, weil es da eben auch tausend unterschiedliche Reaktionen geben kann.
Gestern hab ich mich gefragt, wie das ist mal wieder auf ner Autobahn zu fahren. Aber bei mir ist das ja auch noch lange hin.
Natürlich gehen viele Wohnungen nur mit Makler, aber es gibt auch einige, die unter der Hand vermietet werden, bei xing zum Beispiel oder bei http://www.wg-gesucht.de (nicht nur WGs sondern Wohnungen im ganzen Land). Klar, das Suchen kostet viel Zeit, ist aber vielleicht doch ein Tipp für Leute die zurück kehren. Ein weiterer Tipp ist, man sollte den Makler immer herunterhandln, denn es gibt wirklich sehr sehr viele Wohnungen die leer stehen und wenn er nicht mitmacht, geht man halt zur nächsten freien Wohnung. Einen Makler wollte ich nicht bezahlen, weil Wohnungen meist vorübergehende Bleiben sind. Ich rechne fest damit, dass ich hier nicht bleibe.
Worüber sich viele klar sein sollten, als ehemaliger Auswanderer, der ja Mut bewiesen hat und dessen Sprachkenntnisse sehr viel besser sind, ist man in vielen Branchen ein gerngesehener Arbeitnehmer. Anders als in Kanada ist hier die experience aus einem andere Land sehr gefragt!
Autobahn: ich persönlich fand es angenehm hier zu fahren, die Strassen sind ok und es gibt zwar Idioten, die extrem schnell an einem vorbeirasen, aber die meisten halten sich doch an die Regeln. In Kanada hatte ich sehr viel mehr brenzlige Situationen als in all den Jahren hier! Wir haben gar kein Auto, sondern machen car sharing bei DB. Man bekommt immer was man braucht und ich brauche nur ein kleines Auto um mal rauszufahren. Ansonsten gibt es ja UBahn, Tram, Fahradwege und die eigenen Füsse.
Es gibt Anbieter, die einem eine Liste verkaufen auf denen saugünstige Wohnungen in exzellenten Wohngebieten angeboten werden. Solche Anbieter sind Betrüger, vor denen wurde in letzter Zeit im Deutschen TV schon mehrfach gewarnt. Seht ihr in der Zeitung oder Internet eine suber schöne Wohnung in einer sehr guten Wohngegend zu einem recht niedrigen Mietpreis, so ist das ein Lockangebot. Ignoriert das einfach und orientiert Euch im Zweifelsfalle am Mietspiegel der Wunschwohngegend.
Hallo Rania,
Carsharing ist ne tolle Sache, aber nicht wenn man eher ländlich wohnt
Ich habe in Ffm in der Arge/Sozialamt gearbeitet und war auch fuer "obdachlose" Rueckwanderer zustaendig die einen ALG2 Antrag stellen mussten. Durch den riesigen Flughafen hatte ich in knapp 2 Jahren ca. 200 bis 250 "Faelle" von Rueckwanderen allein an meinem Tisch.
Die Gruende fuer die Ruckkehr waren so unterschiedlich wie das Leben selbst. Fuer mich gibt es da keinen gemeinsamen Nenner warum diese Menschen wieder zurueck mussten oder wollten. Man kann sich nicht Vorstellen wie verrueckt das Leben machmal mit einem mitspielt.
Sicherlich kann man sagen, dass viele zurueck kamen weil die Auswanderung ungenuegend vorbereitet wurde. Dies gilt vorallem fuer Laender fuer die man kein Visa beantragen muss wie Spanien oder Griechenland.
Einen Tipp noch fuer Leute die nach der Rueckkehr ALG2 beantragen muessen; immer alle Bankunterlagen und Kreditkarten Belege aus dem Ausland mitnehmen. Im Normalfall muss ein Antragssteller nachweisen koennen, dass er hilfebeduerftig ist. Ohne Bankunterlagen kann sich dies unnoetig verzoegern.
@kraut, wie muss ich mir das vorstellenß Ich komme mit 3 Koffern, Mann und zwei Kindern in FFM an und habe kein Geld. Wo schlafe ich bzw. wo bekomme ich ein Dach übern Kopf? Gibt es da irgendwelche Notunterkünfte oder sonstige Hilfe?